Plattform der freien Tanz- und Theaterschaffenden in Düsseldorf

BEN J. RIEPE Kompanie

Ben J. Riepe Kompanie - Untitled Persona | Foto: Ursula KaufmannBen J. Riepe Kompanie - Untitled Persona | Foto: Ursula KaufmannBen J. Riepe | Foto: Maximilian LinsenmeierBen J. Riepe studierte Tanz und Choreografie an der Essener Folkwang Hochschule.
2004 gründete er die Ben J. Riepe Kompanie, realisiert seitdem zahlreiche Bühnenstücke, Performances, Installationen und Videoarbeiten, die national wie international gezeigt werden, und betreibt ein eigenes Studio in Düsseldorf-Flingern.

Seit 2013 ist Ben J. Riepe „Affiliated Artist“ beim PACT Zollverein in Essen. Seit 2009 erhält die Ben J. Riepe Kompanie die Spitzenförderung des Landes Nordrhein Westfalen, seit 2015 erhält sie auch die dreijährige Spitzenförderung der Stadt Düsseldorf.

2009 wurde Ben J. Riepe mit dem Förderpreis des Landes NRW für junge Künstler und Künstlerinnen ausgezeichnet. 2011 erhielt er den Förderpreis der Landeshauptstadt Düsseldorf und 2014 wurde er eingeladen als Jurymitglied über eben diesen Förderpreis mit zu entscheiden.

Die Arbeit des Düsseldorfers Ben J. Riepe hat sich in den letzten Jahren konsequent und auf allen Ebenen der ästhetischen Umsetzung einer Suche und Ausbildung von Strategien zugewandt, die sich in starker Interaktion mit ortsspezifischen Raumstrukturen und dem Ausufern in angrenzende Kunstformen des Tanzes wie Musik, Bildende Kunst, Performance, Live-Art, Raumkonfigurationen, Klangkunst aufstellen. In den Inszenierungen und Installationen der Ben J. Riepe Kompanie geht es um ein Arbeiten an der Grenze zum Flüchtigen: Anwesenheit und Abwesenheit, Ausstellen und Aufführen, Subjekt und Objekt – all diese ästhetischen Befragungen bilden das Gerüst der zahlreichen Bühnenstücke, Performances sowie Film- und Videoarbeiten, die national wie international gezeigt werden.

Das Prinzip der Choreographie meint dabei weit mehr als ein Arrangement tanzender Körper. Vielmehr strebt Riepe die Schaffung eines diskursiven und zugleich sinnlichen Erfahrungsraums des choreographischen Denkens an und sucht stetig nach der Erweiterung der konzeptionellen Umsetzungsmodi des zeitgenössischen Tanzes. Kunst ist hier sinnliche Erfahrung, die ein Denken erst ermöglicht und dadurch dem Zuschauer freie Erlebnisräume eröffnet. Als sinnliche Erregung des Körpers, des Hirns, der Identität – als Verwirrung von Kognition und Verstand.

Diese Weiterführung und Fokussierung der Wahrnehmung beruht auf der kontinuierlichen Erweiterung des Arbeitskontextes und der zunehmenden Öffnung für Arbeitspraktiken und –partner aus unterschiedlichsten Hintergründen, Traditionen, Räumen, Institutionen. Auf diese Weise konnten sich neue Partnerschaften manifestieren, das Probenfeld um interdisziplinäre Expertenstimmen erweitert, serielle Arbeitsprojekte sowie offene Rechercheprozesse eröffnet werden und eine künstlerische Praxis der kontinuierlichen Befragung sich herausbilden. So laboriert Ben J. Riepe kontinuierlich an einer Schule der Ästhetik, die den Zuschauer in seinem elementaren Erleben stärkt und die Verhältnisse der Kunst in ein schwebendes Miteinander überführt.

Fotos: 1,2 Ursula Kaufmann | 3 Maximilian Linsenmeier

Website:    www.benjriepe.com 

UNTITLED: PERSONA | Trailer von mehtafilm



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